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Bericht und Fotos von der Skitour zu Lupos Schneehotel

Lange schon wollte ich zu Lupo (Dieter Wolf) in sein Schneehotel auf 2680 müM auf dem Jatzhorn. Endlich hat es heute, in Begleitung von Barbara und Christoph Rüegg sowie Hund Skippy geklappt! Eigentlich ist ja bereits Frühling, davon merkt man jedoch hoch über Davos noch nichts.

Das Schneehotel wäre von der Bergstation der Jakobshornbahn aus in etwa einer halben Stunde zu erreichen. Für uns war jedoch klar, dass wir von unten mit den Tourenski hoch laufen, aber sicher nicht der Skipiste entlang. Bei Wyti im Sertig erlaubte uns die liebe Nachbarin von Judith Schmid, dass wir unser Auto auf ihren Privatplatz parken durften. Also starteten wir von dort, bei kühlen minus 15°C. Zuerst führte uns der Weg steil den Wald hoch, dafür kamen wir so früher in die Sonne! Am frisch verschneitem Berg führte uns Christoph zuerst auf Pt. 2623, es folge die erste Abfahrt im herrlichen Pulverschnee. Für Skippy war der Pulverschnee fast zu tief, er ertrank beinahe im Tiefschnee. Trotzdem rannte er uns freudig hinterher. Vor dem zweiten Anstieg aufs Witihüerli meldete ich Lup,o was wir noch vor haben und dass wir etwa in zwei Stunden eintreffen werden. Auch auf dem Hüerli waren wir alleine unterwegs, was erneut eine fantastische Abfahrt bedeutete! Der dritte und letzte Aufstieg, immer mit Blick zum Jatzhorn, meisterten wir ebenfalls ohne Probleme. Plötzlich sahen wir etwas unterhalb des Gipfels eine Tourengruppe verschwinden. Dort musste also der Eingang zum Schneehotel sein. Zum Glück haben wir bei Lupo reserviert, war unser Gedanke! Bald schon kam die Gruppe wieder zum Vorschein. Ebenso Lupo, der uns zuwinkte und uns wie ein Portier empfing! Zuerst bestiegen wir alle zusammen noch den Jatzhorngipfel, um auch von dort die herrliche Bergwelt zu bestaunen. Zurück beim Hotel führte uns Lupo durch das Haus. Ein Gang mit vier Schlafnischen, alle mit Doppelmätteli ausgestattet, eine WC-Nische mit Vorhang sowie eine gemütliche Stube mit runder Schnee-Tischgruppe.

Der Apéro war schon bereit, das Fondue-Rechaud auch, das Brot geschnitten, der Tisch gedeckt, der Tee trinkwarm. Wie tischt man die Fonduegabel auf einem Schneetisch? Man steckt sie mit voller Wucht in die Tischplatte :-)! Wie bringt Lupo den Tee mit genau richtiger Temperatur auf den Tisch? Er kocht den Tee zuhause, füllt ihn heiss in kleine Petfläschli, steckt diese in dicke Handschuhe und trägt sie den Berg hoch :-)!

Während wir Gäste auf dem Schneebänkli vor dem Haus in der Sonne die Beine baumeln liessen, verwandelte sich Lupo in den Hotelkoch. Schon bald wurden wir an den Tisch gerufen. Das Zmittagsfondue stand auf dem Tisch bereit. Ein Fondue ist ja immer gut, aber in dieser Atmosphäre und Gesellschaft noch viel viel besser. So erfuhren wir zum Beispiel, dass Lupo 37 Arbeitstage für sein Hotel gebraucht hat, dass er zig Daunenjacken und Hosen für Gfröhrlis bereit hat, dass er das Holz für seine Grilladen bei der SchweizerFamilien Feuerstelle beim Speicherseeli holen darf, jedoch selber hochtragen muss, dass er ein Haustier hat in seinem Hotel oder klarer gesagt ein Maustier ;-), dass die Bergbahnen dank ihm einen Zusatzumsatz von ca. 1000 Franken haben, usw.....

Als unsere Bäuche gefüllt, das Caquelon leer, die Guetzli gegessen und der Tee getrunken war, verabschiedeten wir uns vom grossartigsten Hotelier und machten uns auf zur Abfahrt, diretissima nach Wyti im Sertig.

Das war ein wunderwunderbarer Tag im tiefen Winter, bei strahlend blauem Himmel, Pulverschnee, bester Verpflegung, liebevoller Gastfreundschaft, DANKE HERZLICH LUPO!!

von Ursi Ruppenthal

Fotos